Herpes Genitalis

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Wie entsteht Herpes genitalis (Genitalherpes)?

Die Entstehung von genital herpes (Herpes genitalis)

Herpes genitalis (genital herpes) entsteht dann, wenn man sich mit dem Herpes-Simplex-Virus Typ 2 oder in selteneren Fällen Typ 1 angesteckt hat. Diese Ansteckung findet entweder über sexuellen Kontakt oder aber bei der Geburt statt, wenn das Neugeborene durch den Geburtskanal mit Herpesbläschen der Mutter in Berührung kommt. Es ist nicht untypisch, dass zwischen Infektion und Ausbruch von Herpes genitalis (genital herpes), sprich dem Sichtbarwerden der charakteristischen Bläschen, einige Zeit verstreicht. Das liegt an der Anatomie des Herpes-Simplex-Virus.

Die Herpes-Simplex-Viren gehören zu den sogenannten DNA-Viren, die sich in den Zellen des Wirtes vermehren. Der HSV gehört zur Familie der Herpesviren (Herpesviridae) und zeichnet sich dadurch aus, dass er sich nach der Erstinfektion ein Leben lang im Körper des Wirtes aufhält, auch ohne irgendwelche Krankheitssymptome hervorzurufen. Zudem gilt er als sehr wirtsspezifisch, d.h. dass der humane Herpesvirus nicht auf natürlichem Wege auf Tiere übertragbar ist.

Im Vergleich zu anderen Viren ist der Herpes-Simplex-Virus verhältnismäßig groß. Seine DNA lagert in einem Innenkörper, der von einer Hülle, dem sogenannten Kapsid umgeben ist. DNA-Körper und Kapsid umschließt wiederum eine Hülle, welche allerdings höchst empfindlich auf Seife oder Desinfektionsmittel reagiert.

Die Viren dringen durch die (oralen bzw. genitalen) Schleimhäute ein und machen sich über die Nervenleitbahnen auf den Weg zu den Nervenknoten. Dabei nisten sie sich in den Nervenzellen ein. Kurze Zeit nach der Infektion beginnt das Immunsystem, die Viren in den Schleimhäuten und an einigen Nervenzellen unschädlich zu machen. Da sich die Erbinformation (auch Erbgut oder DNA) der Herpesviren in den Zellkernen der Nervenzellen verbirgt, ist es für das Immunsystem allerdings unmöglich, diese zu zerstören, da es sie nicht erkennen kann. So sitzt das Virus gut getarnt ein Leben lang in unserem Körper und reproduziert sich ständig. Ist unser Immunsystem intakt, treten keine äußerlichen Symptome auf. Ist unser Immunsystem aber geschwächt, sei es aufgrund von Stress, Fieber, anderen Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten o. ä., gewinnt das Herpes-Simplex-Virus wieder die Oberhand. Die Folge sind sichtbare Symptomen wie flüssigkeitsgefüllte und schmerzhafte Bläschen, je nach Schwere der Infektion Ödeme, Geschwüre und glasiger Ausfluss.

Neun von zehn Menschen weltweit tragen den Virus für Lippenherpes in sich, ca. 20% beherbergen den Herpes genitalis (genital herpes) auslösenden Virus. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Betroffenen ständig mit Symptomen der Virusinfektion zu kämpfen haben. Ursächlich für ein erneutes Aufflammen der ruhenden Viren ist ein geschwächtes Immunsystem. So ist es nicht verwunderlich, dass zwischen den einzelnen Krankheitsausbrüchen auch mal Jahre der Symptomfreiheit herrschen können. Speziell in Punkto Herpes genitalis (Genital herpes) sind allerdings nicht wenige Neuinfektionen auf einen sorglosen Intimverkehr zurückzuführen.

Melissa Seitz

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    Wer zu Lippenbläschen neigt, sollte seine Lippen vor Sonne schützen, etwa mit Sonnenschutz-Lippenstiften. Zu viel Sonne kann die Lippenhaut reizen und Herpesviren aktivieren. Zeigen sich Bläschen, Sonne meiden. Gegen Lippenherpes gibt es verschiedene rezeptfreie Medikamente.
  • Ausschlag im Ohr sollte frühzeitig behandelt werden
    Ein Ausschlag mit vielen kleinen Bläschen im Ohr sollte frühzeitig behandelt werden. Wie der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte mitteilt, handelt es sich hierbei häufig um eine Herpes-Zoster-Infektion, die sich unbehandelt leicht ausbreitet. Eine solche „Gürtelrose“ im Ohrbereich sei nicht nur schmerzhaft, sondern könne auch eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur, Hörprobleme sowie eine Störung des Gleichgewichtssinns nach sich ziehen.
  • Lippenbläschen ade
    Eine Herpeserkrankung ist nicht immer ungefährlich. Im schlimmsten Fall kommt es zu Entzündungen des Nervensystems und des Gehirns. Die Wissenschaftlerin hat zusammen mit ihrem Team und der Abteilung Zellsysteme ein 3-D-Herpesinfektionsmodell entwickelt. Erstmals gelingt es so, das komplizierte Ruhestadium des Virus in ein Hautmodell zu integrieren. Das neue Verfahren wurde jetzt zum Patent angemeldet.
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    Alles, was das Immunsystem stärke, beuge auch dem Ausbruch von Herpesbläschen vor, sagt der Leipziger Hautarzt Uwe Reinholz.